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Presse

Liebe Besucherin, lieber Besucher meiner Website!

Hier finden Sie in Auszügen einige wenige Pressestimmen zu Konzerten, an denen ich mitgewirkt habe.

 

Von unserer Aufführung von Franz Schuberts Winterreise im Völklinger Rathaussaal (21.01.2007) erschien drei Tage darauf in der Völklinger Ausgabe der Saarbrücker Zeitung unter dem Titel "Kultivierter Schmerz" eine schöne Besprechung, die ich hier in Auszügen wiedergeben möchte:

[...] "Kennen Sie das Gefühl, kultivierten Schmerz zu erleben? Vinzenz Haab, Bariton, und Jörg Marxen, Klavier, pflegten es am Sonntag in Völklingen." [...] 
"Und dieser Andrang war unerwartet. Zahlreiche Stühle mussten gesucht werden. Am Ende saß das Publikum gar bis auf den Flur.
Der Stimmung tat's sogar gut alle, alle überließen sich bereitwillig den existenziell erschütternden Versen von Wilhelm Müller, von Franz Schubert 1827, ein Jahr vor seinem Tod, durchkomponiert in allerfeinste menschliche Regungen. [...] Haab, sehr viril, unterstreicht eindrucksvoll die atmosphärische Dichte, in welcher der einsame Wanderer seinen Lebensweg bewältigt. Wie von Schubert selbst gefordert, singt Haab fließend und schafft damit jene anrührende Stimmung von Trauer, Schmerz und Todessehnsucht, die die "Winterreise" auszeichnet. Während Marxen am Flügel mit sensiblem Anschlag jeden Freiraum nutzt, die erstarrende Gefühlswelt des Wanderbursehen auf dem Weg zur Ewigkeit mal schroff zu markieren, mal weich zu zeichnen.
Das Publikum im Rathaus-Festsaal schließt durch die Bank die Augen, genießt und schweigt.
Prasselnder Applaus!"

 

aus: Luxemburger Wort, 13. Dezember 2006
Johannes Schmidt schreibt über die Welterstaufführung der "Scènes dramatiques"  IPHIGÉNIE EN TAURIDE des deutsch-französischen Romantikers Louis-Théodore Gouvy (1819-1898):
"Vinzenz Haab (Bariton) wurde als Orest der düsteren Stimmungslage des unseligen Muttermörders vollauf gerecht."

 

aus: Schwetzinger Zeitung, 24. Dezember 2005 (zitiert nach der Homepage der Speyerer Dommusik)
"Die ausgereifte Stimme des Bassisten Vinzenz Haab kam in der Tiefe des Kaiserdoms besonders gut zum Tragen und wurde vom aufmerksam lauschenden Publikum [...] begeistert aufgenommen [...]"

 

aus: Chor an der Saar 03/04 2005
über eine Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium: „… und schließlich der virtuose Vinzenz Haab, eine der besten Bass-Baritonstimmen Südwestdeutschlands. Haab ist ein Bass mit Energie, Eleganz und großer Gestaltungskraft. Seine mächtige, volle Stimme war wie immer zutiefst Raum füllend und stets überzeugend: Bravissimo!“

 

Kölner Stadtanzeiger (Bergisches Land) vom 6. Oktober 2004
Chor und Solisten in Hochform

Die großen Konzerte sind auch im Dom etwas rarer geworden, aber nun gab es wieder einmal ein wirklich großes Konzert
Von Dietlind Möller-Weiser

Altenberg. Etwa 280 Sängerinnen und Sänger knubbelten sich auf dem Podium, dazu ein komplettes Sinfonieorchester, die Wolgograder Philharmoniker. Andreas Meisner liebt solche Massenauftriebe; und der war bei Antonin Dvoraks "Requiem" im Rahmen des Dvorak-Zyklus zu dessen 100. Todesjahr auch legitim. Der Oratorienchor Köln hatte mit dem Philharmonischen Chor Köln (Einstudierung: Horst Meinardus) und dem Kammerchor Wolgograd zusammengearbeitet.

Dabei war vor allem eine erfreuliche Klangkultur herausgekommen. Es ist ziemlich beeindruckend, wenn eine solche Menschenmenge ein gehaltvolles Pianissimo hervorbringt, und das gelang oft genug. Große Ausgewogenheit zwischen den Stimmen, auch dann, wenn nur Männer- oder Frauenchorgefragt waren, zeugte von grundlegender Arbeit. Auch viele Feinheiten, freischwebende a-capella-Einsätze und solche Schikanen, gerieten überwiegend sehr gut. Innige, leise und lyrische Momente wechselten ab mit Sätzen, in denen die lärmende Höllenmaschinerie entfesselt war.

Das Solistenquartett hatte wenig Mühe, sich gegen die singenden Menschenmassen abzusetzen. Katarina Skolova-Rauer (Sopran), Susanne Schaeffer (Alt), Dominik Wortig (Tenor) und Vinzenz Haab (Bass) überzeugten sowohl stimmlich als auch von der musikalischen Gestaltung. Das Orchester gefiel meist, die Solobläser sorgten aber auch bisweilen für Einbrüche sehr irdischer Unsauberkeit in die himmlische Stimmung.

Meisner dirigierte sehr konzentriert und schuf grandiose Stimmungsbögen. Dem kürzlich verstorbenen Gründer des Kölner Oratorienchores, Gerhard Borg, widmeten die Sänger ihr Konzert.

 

Kölnische Rundschau vom 5. Oktober 2004:
Stimmgewaltiger Auftakt mit Dvorák
Eröffnung des ersten Festivals "Kölner Chorherbst" in der Philharmonie

Ein riesiges Aufgebot ließ Horst Meinardus auf und über dem Philharmonie-Podium Platz nehmen: neben seinem Philharmonischen Chor noch den Oratorienchor Köln (Einstudierung: Andreas Meisner) und den Wolgograder Kammerchor (Einstudierung: Boris Plekhanow). Und auf den Orchesterstühlen saßen die Wolgograder Philharmoniker. Die Eröffnung des 1. Festivals "Kölner Chorherbst" mit Antonin Dvoráks Requiem hätte nicht wirkungsvoller sein können.

Mit dem neuen Festival wollen die vielen beteiligten Ensembles bis zum 9. Oktober auf Kölns Rang als Chorstadt aufmerksam machen. Die mit kräftigen Farben musizierte Darstellung des großen tschechischen Requiems war dafür ein prächtiger Beweis. Meinardus bewies abermals seine Fähigkeit, einen riesigen Chor souverän zu leiten. Abschnitte wie die "Quam olim Abraham"-Fuge wurden enorm durchsichtig dargestellt. Die Wortverständlichkeit war jederzeit vorbildlich. Aber auch feine klangliche Schattierungen wie die "Lux aeterna"-Gesänge überzeugten. Die Wolgograder Philharmoniker spielten tüchtig und mit guten Einzelleistungen, auch wenn an einigen Stellen die nötige Intensität etwas fehlte.

Die Solisten waren gut ausgewählt: Katerina Sokolova-Rauers Sopran setzte zwar anfangs in der Höhe zu viel Vibrato ein ("Graduale"). Später steigerte sie sich jedoch mit schöner Mittellage; Susanne Schaefer führte ihren Alt sicher durch die Partie. Berthold Schmid sang mit angenehmem, jedoch etwas engem Tenor. Mit kräftigem Bass und wunderbarem Timbre machte jedoch Vinzenz Haab auf sich aufmerksam. Vor allem die prächtige Gesamtleistung der drei Chöre war an diesem Abend eindrucksvoll. Sie machten dem neuen Festival - und der großen Chorstadt Köln - alle Ehre.(MCO)

 

Westdeutsche Zeitung (Burscheid) vom 5. Oktober 2004
Ein Werk des Trostes und nicht des Schreckens
von Marie-Luise Mettlach

Altenberg. Bei der vom Komponisten geleiteten Uraufführung 1890 in Birmingham war der Erfolg überwältigend. Und auch heute noch vermag Antonin Dvoráks Requiem die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Im gut besetzten Altenberger Dom lauschten sie einer stimmigen Interpretationdes Werkes, die von innerer Spannung lebte.

Dvorák verwendet in seinem Requiem den liturgischen den liturgischen lateinischen Text der katholischen Totenmesse, den er in 13 Teile gliedert. In der Sequenz "Dies irae", der Schilderung des Jüngsten Gerichtes, setzt er durch Textumstellungen andere Akzente; statt Schrecken eher Trost. Leitmotivisch durchzieht das Werk ein Zitat aus Johann Sebastian Bachs h-moll-Messe und auch die gregorianische Tradition, vor allem im Anfang des "Dies irae", ist unüberhörbar, wie auch Anklänge an die orthodoxe Kirchenmusik. Dies alles verbindet der Komponist zu einem musikalisch hoch komplizierten, aber immer dem Wohlklang verpflichteten Klangbild.

Unter der Leitung von Andreas Meisner musizierten der Kammerchor Wolgograd, der Philharmonische Chor Köln (Einstudierung Horst Meinardus), der Oratorienchor Köln und die Wolgograder Philharmoniker, rund 190 Choristen und 90 Instrumentalisten, die von den Scheinwerfern im Domchor so stark beleuchtet wurden, dass die Zuhörer leider etwas geblendet waren.

Die Mitwirkung der Chorsänger aus Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad, verlieh der Aufführung eine wohl von allen Zuhörern empfundene besondere Bedeutung. Andreas Meisner gelang es, den Riesenchor vom geflüsterten pianissimo bis zum explosiven forte (z. B. in "tuba mirum") zu steigern. Vor allem bemerkenswert: die makellosen Einsätze im piano. Perfekt auch das Solistenquartett Katarina Sokolova-Rauer (Sopran), Susanne Schaeffer (Alt), Dominik Wortig (Tenor), Vincenc Haab (Bass), stimmgewaltig, manchmal auch opernhaft expressiv, so in dem rein solistischen Satz "recordare" mit metallischem Stimmglanz in den Höhen und Wärme in den tiefen Lagen. Zuverlässig und präzise musizierten die Wolgograder Philharmoniker.

Die Intention des Komponisten - Milde statt Schrecken - wurde besonders deutlichim vorletzten Satz des Requiems "pie Jesu". Im "Agnus Dei", mitdem das Werk still in Dur ausklingt, finden sich noch einmal Solisten und Chorzu strahlendem Glanz und Wohlklang zusammen, Gewissheit des Trostes vermittelnd.Nach langem ergriffenem Schweigen spendeten die Zuhörer allen Mitwirkendenlebhaften Beifall.

 

Stuttgarter Nachrichten vom 23.4.2003:
Zu den „Jedermann-Monologen von Frank Martin:
„Herausragend war der Bariton Vinzenz Haab. Mit virilem Stimmtimbre und exzellenter Artikulation machte er die Dramatik der Jedermann-monologe lebendig."

 

 
   

BASSBARITON

VINZENZ HAAB